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Küchenmagie: Unicorn Cake mit Swiss Meringue Buttercream!

Mit Internet-Trends ist das ja immer so eine Sache. Läuft ja gerne mal unter dem Motto „Ich schau immer zu, wie andere das backen“, aber selber machen? Dieses Mal konnte ich  nicht anders. Seid ihr bereit für ein bisschen Küchenmagie? Hier kommt mein Unicorn Cake mit Swiss Meringue Buttercream!

Unicorn Cake fertig 2_mit Rahmen und Sternchen

Angefangen hat alles mit übrigen Eiern und purer Neugierde: Wie funktioniert wohl diese Buttercreme? Ist sie so süß wie die pappige amerikanische Version mit Puderzucker? Der restliche Kuchen um diese Fragen herum entstand dann recht freestyle aus dem, was mein Kühlschrank am Sonntag noch so hergab.
LUnicorn Cake_Collage_Biskuitos geht’s! Und zwar mit einer simplen Biskuit-Platte. Das Rezept hab ich ja schon öfter verwendet. Zunächst den Ofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.
4 Eier 
30g + 60g Zucker
3 EL warmes Wasser
100g Mehl
Als erstes die Eier trennen und die Eiweiß mit 30g Zucker steif schlagen. In einer anderen Schüssel die Eigelb mit 60g Zucker und den 3EL Wasser aufschlagen. Das Volumen verdreifacht sich dabei und die Farbe wird blassgelb… Ein bisschen wie die ersten Schlüsselblumen im Frühling.  Als nächstes das Mehl zur Eigelbmasse geben und unterheben. Nicht zu viel rühren, denn wir wollen ja die Luft im Teig behalten! Ich nehme dazu gerne mal die Rührstäbe des Handmixers und rühre von Hand, bis das Mehl eingearbeitet ist. Stauben sollte es an dieser Stelle natürlich nicht mehr 😉 Jetzt mit dem Teigschaber langsam den Eischnee unter die Masse heben. Den fertigen, luftigen Biskuit-Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech kippen, einigermaßen glatt streichen und ab dafür in den Ofen für etwa 12 Minuten. Nach Ende der Backzeit die Platte herausnehmen und  auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit ist etwas Zeit für eine Premiere: Swiss Meringue Buttercream! Noch nie gemacht, noch nie gegessen (so weit ich mich erinnern kann), aber schon oft bestaunt. Denn bei meinen Lieblings-Backblogs, Vlogs, Youtube-Kanälen und Backzeitschriften gehört sie einfach dazu und wird oft verwendet. Und bei denen sieht das ja immer so einfach aus! Nach einer ausgiebigen Google-Konsultation bin ich beim Rezept von ofenkieker gelandet. Das klang, als ob ich das auch hinkriege, also hab ich die „leichte Variante“ ein bisschen abgewandelt und einfach mal losgelegt. Es braucht
6 Eiweiß
230g Zucker
330g weiche Butter
und eine starke Küchenmaschine..Aber dazu gleich mehr. Zuerst die Eiweiß mit dem Zucker mischen und unter Rühren über dem Wasserbad langsam erwärmen. Ideal wären an dieser Stelle ein Thermometer und 60 Grad, aber da ich für diesen Zweck keins habe, bin ich etwas mehr nach Augenmaß vorgegangen: Hat sich der Zucker komplett im Eiweiß gelöst, noch kurz weiterrühren und dann die zähe Masse in die Küchenmaschine geben und auf hoher Stufe rühren lassen. Und rühren lassen. Und rühren lassen… bis die Masse ganz abgekühlt ist, weiß und fluffig und am Besten steif geschlagen. Sollte 10-15 min dauern. Das sagte jedenfalls das Original-Rezept. Meine arme Küchenmaschine! Es dauerte länger. 20min, bestimmt. Ich hab nicht auf die Uhr gesehen, um so ehrlich zu sein. Ich war zu nervös und hab ständig die Rührschüssel und ihren Inhalt beobachtet. Kühlt es ab? Ändert sich die Konsistenz? Und vor allem: Packt meine Maschine das? Kurzum: Ja, ja und ja 😉 Ist die Eischneemasse weiß und fluffig, die Küchenmaschine zurückschalten und stückchenweise die weiche Butter zugeben. Sie sollte in etwa die gleiche Temperatur haben wie die Meringue, dann verbindet es sich super. Sämtliche Quellen warnen ja davor, dass die Masse bei Butterzugabe erst mal gerinnt, aber ich hatte wohl Glück-  nur wenige Minuten, nachdem die Butter ganz in der Schüssel war, hatte sich alles zu einer cremigen Masse verbunden. Eine Masse, die ich so noch nie gekostet hab! Fluffig, seidig, buttrig, süß! Das musste bei mir einen Moment sacken-  ich hatte es echt geschafft! Yay!

Unicorn Cake_Buttercreme_Collage

Von Pause hat aber keiner was gesagt, also weiter im Text 😉 Aus der abgekühlten Kuchenplatte vier gleich große Kreise schneiden (funktioniert z.B. super mit einer Schüssel als Schablone). Ein Drittel der Buttercreme hab ich für die Füllung mit aufgetauten Himbeeren vermischt. Ein weiteres Drittel hab ich weiß gelassen, für das Icing außenrum, und das letzte Drittel mit rosa, lila und blau ganz zart eingefärbt und in drei Spritzbeutel mit unterschiedlich großen Stern-Tüllen gegeben. Aber von vorne: Den ersten Boden mittig auf eine Tortenspitze legen und großzügig mit der Himbeer-Füllung bestreichen. Zweiter Boden, wieder Füllung, dritter Boden, Füllung, vierter Boden zum Abschluss. Alles gut andrücken. Eventuell austretende Himbeercreme rundherum glatt streichen und dann das Törtchen im Kühlschrank platzieren, so etwa 30min. Die Creme wird fest und hinterlässt durch die  Himbeeren nur ein kleines bisschen Feuchtigkeit auf der Fingerspitze, wenn man sie probeweise antippt. Jetzt die weiße Buttercreme darüber geben und das Törtchen so schön es geht einstreichen. Ich bin nicht sehr geübt an der Palette…also verzeiht mir bitte. Die eingefärbte Buttercreme in verschieden großen Tupfen auf dem Kuchen anbringen. Alles wieder in den Kühlschrank!
Für Augen, Horn und Ohren hab ich schwarzen, weißen und rosafarbenen Fondant verwendet. Alles entsprechend formen, die Ohren und das Horn auf einem Zahnstocher modellieren und gut trocknen lassen. Am Besten über Nacht. Morgens dann den Kuchen zusammensetzen – und voilá! Küchenmagie der anderen Art: Unicorn Cake!

Unicorn Cake fertig

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